Orlando
„Er – denn an seinem Geschlecht konnte kein Zweifel bestehen“ – oder etwa doch? Bereits mit den ersten Worten ihres Romans Orlando wirft Virginia Woolf die Frage der Geschlechteridentität auf. Schon vor rund 100 Jahren trifft sie damit ins Herz einer zutiefst zeitgenössischen Debatte, die heute mehr polarisiert denn je. Doch statt die Frage abschließend zu beantworten, spielt sie mit ihr. Die fiktive Biografie erzählt die Lebensgeschichte Orlandos von Beginn des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart des Jahres 1928, in dem das Buch erschien, das zu ihrem größten, auch finanziellen Erfolg wurde und zum Kultbuch avancierte.
Orlando wird als Sohn einer traditionsreichen Adelsfamilie geboren, durchlebt über einen Zeitraum von über 400 Jahren verschiedene Zeitalter und Gesellschaften und wechselt dabei das Geschlecht: Nach einem einwöchigen Schlaf erwacht er – oder sie – als Frau. Orlando ist eine Figur der Grenzüberschreitung und Öffnung und steht für eine Revolution der Geschlechter, in der es nur eine Konstante gibt: den Wunsch, sich zu verwandeln.
Mit Schauspiel-Studierenden der Folkwang Universität der Künste.Regie: Martin Laberenz
Bühne: Oliver Helf
Kostüm: Adriana Braga Peretzki
Kostümmitarbeit: Alexis Mersmann
Lichtdesign: Sirko Lamprecht
Dramaturgie: Moritz Hannemann
Regieassistenz: Christian Feras Kaddoura, Tinka Bitzel
Bühnenbildassistenz: Carolin Vogl
Kostümassistenz: Stina-Marie Wagner
Kostümhospitanz: Theresa Duttweiler, Finja Brunow
Regiehospitanz: Lamees Kanmaz
Soufflage: Tanja Grix
Inspizienz: Jonas Kissel